Hochzeitsrituale für freie Trauungen


1.

Zu Beginn ein kleiner Leitfaden, was ist wichtig, was ist weniger wichtig

7 Sachen die Ihre Hochzeitsgesellschaft nicht interessieren

Es ist ein bekanntes Phänomen - Hochzeitsplanung wird zum Stress. 

Mit einer endlosen Liste von Sachen die noch gemacht werden müssen, von den Dekorationen bis zum Brautkleid, Catering, Trauredner, Entertainment und alles dazwischen, kann die Anspannung auf astronomische Höhe ansteigen und damit auch das Budget! Eine Minute ist man dabei aus 19 Rosafarben die richtige Nuance zu wählen, in der nächsten Minute stöbert man nervös auf Pinterest rum um doch bloß die besten Einladungskarten zu finden. Und das alles während man haufenweise Hochzeitstorten kostet.

Aber, es gibt zum Glück immer ein aber.

Auf Ihrer 'To-do-Liste' gibt es bestimmt einige Punkte und Sachen die Ihre Gäste eigentlich nicht so interessieren. Anstatt von stressigen, über kleine, aber eher unwichtige Details, sparen Sie sich die Kopfschmerzen (und nebenbei auch noch Geld) indem Sie unsere folgende Ratschläge lesen. Unsere Liste von unwichtigen aber danach auch von wichtigen Sachen für Ihre Gäste.

 

Stress vor der Hochzeit? Nicht nötig!

Unwichtige Sachen

1. Einladungskarten

Ich traue es mir kaum dieses zu schreiben, aber Einladungskarten verbleichen im besten Fall unter einem Kühlschrankmagneten in der Küche, oder landen gleich im Abfalleimer. Es ist natürlich die erste Berührung mit Ihrer Hochzeit, aber eine schöne Einladung ist eine schöne Einladung. Niemand wird Ihre Papierwahl, Font oder Dekoration bemängeln. Glauben Sie mir.

Lösung: Im Durchschnitt geben Paare circa 1.000 Euro aus für Einladungen.

Mit einer kleinen Recherche kann man diese Ausgabe halbieren oder sogar auf ein Drittel zurückbringen. Ohne dass die Karten auf irgendeiner Weise weniger attraktiv wären.

Einladungskarten müssen nicht teuer sein!

 

2. Gästebuch

Gästebücher können sehr teuer sein und wenn man zusätzliche Dekorationen kaufen muss, kann der Preis von so einem Buch sehr hoch werden. BIs hin zu Bütten und Goldschnitt und Ledereinband, etc. Ihre Gäste werden ein Buch nicht vermissen. In dieser Digitalen Zeit wird jeder sowieso seine Snapshots und Bilder mit anderen teilen. Diese schlagen einen Eintrag zu später Stunde im Gästebuch um Längen.

Lösung: Möchten sie doch eine Art Gästebuch, warum nicht ein DIY Board worauf Gäste was befestigen können, zum Beispiel mit Reisnägel. Oder ein Foto von Ihnen beiden worauf die Gäste einen Spruch oder eine Unterschrift hinterlassen können. Das Bild können Sie dann einrahmen lassen und aufhängen.

Vernachlässigen wir das Gästebuch!

 

3. Blumen

Sie müssen mich nicht missverstehen: Blumen sind immer eine schöne Ergänzung der Zeremonie und ein Tisch ohne Blumen sieht etwas traurig aus, ganz klar. Aber es müssen nicht unbedingt in Gold eingelegte Rosen sein oder importierte Orchideen, um einen guten Eindruck zu machen. Oder meterhohe Rosenbögen, die nach 3 Stunden in der Sonne verwelkt sind, egal wie sehr sie vorher gewässert wurden. Oft sind sogar simple, elegante Arrangements viel attraktiver.

Lösung: Anstatt ein Vermögen auszugeben, wählen Sie einfache aber schöne Blumen in den passenden Farben. Kein Mensch wird Sie bemängeln, aber Ihr Budget wird sich deutlich entspannen!

Rosen sind immer gut!

 

4. Tischdecken

Auch bei der Wahl der Tischdecken können die Preise sehr auseinander laufen. Persönlich achte ich nicht auf die Qualität oder das Material der Tischdecken. Ich freue mich wenn der gedeckte Tisch ansprechend ist, mein Tischnachbar ist jedoch wichtiger. 

Lösung: sparen Sie sich das Geld für unnötiges und wählen Sie etwas das einfacheres!

Schön gedeckter Hochzeitstisch

 

5. Brautkleid

Ich weiß dass dieser Punkt vielleicht etwas umstritten sein könnte!

Natürlich ist es wichtig dass Sie in Ihrem Kleid hinreisend aussehen, und dass werden Sie auch. Es ist den Gästen aber egal ob Ihr Kleid jetzt von einem berühmten Fashion Designer entworfen wurde und auch die Marke interessiert praktisch keinen. Wenn Sie Ihr Kleid mit Eleganz und Würde tragen werden Ihre Gäste begeistert sein.

Lösung: Ihre Gäste wollen und werden Kleid und Braut natürlich bewundern, es wird die Gäste aber nicht interessieren, wo das Kleid herkommt und wie viel es gekostet hat. Es geht um die Braut in ihrem Kleid und die Magie die davon ausgeht.  Sie könnten sogar ein Second-Hand Kleid tragen und keiner würde den Unterschied merken!

Eine wunderschöne Braut

 

6. Hochzeitstanz

Sollte der Eröffnungstanz sein und wurde monatelang davor minutiös einstudiert und mit zig Tanzstunden einstudiert, dann wird man den Hochzeitstanz sicher auch in Erinnerung halten. Ebenbürtig dazu allerdings auch ein liebevoller kleiner Tanz, der nicht unbedingt preisverdächtig ist, aber viel Wärme, Spaß und Liebe vermittelt, das passt!

Und nicht etwa Magendrücken an dem eh schon emotionalen Tag. Im allgemeinen erinnern sich die Gäste nicht groß an dem ersten Tanz. Nur wenn der erste Tanz über choreografiert ist und zwei nervöse Menschen sich stolpernd und angestrengt über die Tanzfläche bewegen bleibt das leider hängen. 

Können Sie gut tanzen und ist es Ihnen eine Freude dies an Ihrem Hochzeitstag vorzuführen ist das natürlich großartig. Aber wenn Sie ein Normaltänzer oder Gar-nicht-tänzer sind, dann ist es besser, sich etwas einfaches einfallen zu lassen und den Moment zu genießen.

Lösung: Studieren Sie ein Paar einfache Schritte ein die man wiederholen kann, fühlen Sie sich wohl und lassen Sie Ihre Gäste nach 1-2 Minuten mittanzen.

Hochzeitstanz mal ganz anders!

 

7. Hochzeitstorte

Stockwerk-hohe Kunstwerke aus Zucker und Marzipan, am liebsten belegt mit 24-Karat Gold Motiven und Strass-Steinen. So können manche Torten aussehen, wunderbar glitzernd und oh so teuer! Nach einem guten Essen ist das anschneiden der Torte oft ein Höhepunkt des Abends. Und das ist auch gut so. Aber es muss nicht immer eine überdimensionale überteuerte Torte sein, um gut zu schmecken und gut auszusehen. Zudem möchten Ihre Gäste nach einem reichhaltigem Essen nicht unbedingt noch eine Riesenportion Torte essen.

Lösung: Werden Sie kreativ. Kleinere Torten oder integriert auf einem Sockel sind als Teil vom Dessert Buffet sind oft eine gute Option. Der Anschnitt und die Präsentation kann genauso beeindruckend sein.

Eine Riesentorte!

 

 

Was ist Ihren Gästen wichtig?

1. Die Zeremonie

In weltweiten Umfragen an Hochzeitsgäste und Ehepaare kam ein bestimmtes Highlight immer wieder ganz oben: die Zeremonie. Es ist ungemein wichtig, dass die Zeremonie zum Ehepaar und zu den Gästen passt. Es gibt keine größere Freude für Ihre Gäste als das Ja-Wort und den ersten Kuss. Die Zeremonie ist natürlich eindeutig der Kern der Sache bei einer Hochzeit, aber Ihre Gäste fangen an sich etwas unruhig zu bewegen, wenn die Zeremonie zu lange dauert. Vor allem bei einer Trauung im warmen Sommer spielt dabei das Verlangen nach einem Gläschen Prosecco natürlich auch eine Rolle. 

Wir empfehlen eine Dauer der Zeremonie von circa 30 Minuten inklusive Musik.

 

2. Essen & Trinken

Ein schönes und vielleicht sogar etwas dekadentes Essen mit Freunden und Familie ist immer eine große Freude. Sehr wichtig dabei ist die Qualität der Location und auch die Quantität des Essens. Sorgen Sie vor allem dafür dass es genug zu trinken gibt damit die Freude bleibt bis tief in die Nacht!

 

3. Musik und Entertainment 

Entertainment ist ein weiterer, sehr wichtiger Punkt Ihrer Hochzeit. Ein guter DJ oder eine gute Live band können Ihre Hochzeit zu einer echten Party machen.

Es wäre schade, wenn Sie es nur auf eine Playliste ankommen lassen würden, Professionalität und entsprechendes technisches Equipment mit entsprechendem Klang wird Ihre Hochzeit bei den Gästen in guter Erinnerung bleiben lassen.

 

4. Location

Hier entscheidet Ihr Geschmack und Ihr Budget. Wichtig ist, dass Sie und Ihre Gäste sich gut fühlen. Hier gibt es klare Anforderungen an eine gute Location u.a. dass das Personal und Management der Location flexibel auf Ihren Wünschen eingehen kann. Sie zahlen viel für Ihre Traumhochzeit und können dafür auch einen perfekten Service verlangen. Es gibt über das gute Essen und Trinken hinaus einiges zu beachten.

 

Hochzeit feiern mit Stefanie Baronin von Sachsen

 

Zusammengefasst

Ich hoffe diese Auflistung kann Ihnen behilflich sein bei Ihrer Hochzeitsplanung.

Das aller wichtigste ist, dass Sie Ihre Hochzeit genießen können und dass Sie den Stress, auch bei den Vorbereitungen zur Seite legen können. Es ist Ihr großer Tag. Vielleicht sehen wir uns ja an Ihrer Hochzeit. Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Glück und Liebe!

Herzliche Grüße

Ihre Stefanie Baronin von Sachsen


2.

Hochzeitsrituale und Bräuche - Ursprung und Bedeutung

Hochzeitsrituale - Ursprung und Bedeutung

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Prost und herzlichen Glückwunsch zur Verlobung!

 

Hochzeitsrituale - Ursprung und Bedeutung

Seitdem es Paare gibt die sich dazu entscheiden sich, mehr oder weniger, offiziell zusammen zu tun, gibt es schon Rituale die diese 'Besieglung' begleiten und symbolisieren. Viele dieser Rituale entstanden schon vor Hunderten von Jahren, einige davon gehen sogar mehr als tausend Jahre zurück. Hier eine Auflistung von Ritualen. Manche werden Ihnen bekannt vorkommen, andere sind vielleicht ganz neu. Ich werde in diesem Beitrag auch Ursprung und Bedeutung dieser Rituale erklären. Einige dieser Bräuche habe einen spirituellen oder religiösen Hintergrund, andere sind aus Kreativität und Fantasie geboren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf dieser rituellen Reise!

 

Die Hochzeitskerze

 

Die Hochzeitskerze

Bei diesem, mittlerweile sehr beliebtem, Ritual. Stehen zwei kleine Kerzen neben einer großen Kerze. Die kleineren Kerzen werden von der Braut und vom Bräutigam gebraucht um zusammen die große Kerze zu zünden. Um die Familie zu involvieren, werden die kleineren Kerzen oft von den Müttern der Brautleute angezündet. Der Zeremonienleiter spricht zu dem Zünden der Kerze optional ein Gedicht. Die genaue Herkunft dieses Rituals ist nicht bekannt, aber es ist eine wunderbare Weise die Liebe zu feiern. 

Achtung: bei einer Trauung im Freien, kann der Wind hier manchmal üble Streiche spielen.

 

Sand Zeremonie

 

Sand Zeremonie

Im Prinzip ist dieses Ritual sehr ähnlich zur Hochzeitskerze, nur werden die kleineren Kerzen durch zwei kleine Gefäße mit Sand ersetzt. Oft enthalten diese verschiedene Farben. Das Ehepaar gießt den Sand aus den kleinen Gefäßen in ein größeres Gefäß. So wird die neue Mischung unzertrennlich und steht damit für die Unzertrennlichkeit der neuen Verbindung. Dieses Ritual ist vor allem sehr beliebt bei Trauungen am Strand und bei Zeremonien die ein 'Strand-Thema' haben.

 

Wasser Zeremonie

 

Wasser Zeremonie

Anstatt von Sand kann auch Wasser in verschiedenen Farben gebraucht werden. Die Farben können mit Lebensmittelfarbe kreiert werden. Passend zum Thema der Hochzeit, oder vielleicht mit einer spirituellen Bedeutung. Zum Beispiel steht die Farbe Gelb für Glück und Freude. Blau steht für Freundschaft und Gesundheit. Nachdem die Farben sich mischen entsteht Grün. Diese Farbe steht für Wachstum, Stabilität und Harmonie. Andere Farben können wieder ganz andere Bedeutungen in sich tragen.

 

Tying the Knot - Handfasting

 

Tie the Knot - Handfasting

Tying the Knot ist eine weit verbreitete Beschreibung fürs Heiraten im Angelsächsischen Sprachraum. Es ist eines der ältesten Eherituale überhaupt und fand seine Entstehung in verschiedenen Geographischen Gebieten. Bei den Mayas, den Hindus und bei den Kelten in Schottland war dieses Ritual schon vor weit über 1000 Jahren gebräuchlich. In Schottland war dieses Ritual eine Besieglung der Verlobung, nicht der Ehe. Bei diesem Ritual werden heutzutage oft Eltern und Trauzeugen involviert, indem Sie die Hände des Ehepaares mit Seilen zusammenbinden. Diese Verknüpfung wird meistens vom Zeremoniar mit einem Spruch oder einem Gedicht begleitet. Die Symbolik ist klar: das Paar wird 'zusammen gebunden', darf sich aber zu einem späteren Zeitpunkt in der Zeremonie wieder 'aus der Schlinge' befreien. Der Bund bleibt bestehen, aber die Individuen auch. Übrigens findet der Ausdruck 'um die Hand bitten' auch seinen Ursprung in diesem Ritual.

 

Hochzeitsbaum - ein sehr großer in diesem Fall!

 

Das pflanzen eines Baumes

Eine sehr schöne, grüne Alternative als Symbol der Ehe, sehr geeignet für Trauungen im Freien. Um den Ablauf zu vereinfachen wird meistens ein Bäumchen schon in einem Topf vorgepflanzt und beim 'Altar' platziert. Zwei kleinere Töpfe mit Erde und zwei kleinen Schaufeln, sowie eine Gießkanne mit Wasser, stehen ebenfalls bereit. Die Erde in den kleineren Töpfen kann aus den elterlichen Gärten der Brautleute stammen. Bei diesem Ritual ist es gebräuchlich das die Eltern des Paares jeweils eine kleine Schaufel Erde aus ihrem eigenen Garten dem Baum hinzufügen. Später in der Zeremonie füllen die Brautleute dann den Rest der Erde ein und Wässern den Baum. Der Zeremonienleiter spricht währenddessen ein Gedicht. Nach der Hochzeit nimmt das Ehepaar den Baum mit nach Hause. Das Wachstum des Baumes steht dann für die Kraft und Liebe der Ehe. Das lange Leben und die tiefe Wurzeln eines Baumes sind natürlich ein perfektes Symbol für die Ehe!

 

Eheringe

 

Ringe weiterleiten

Im Gegensatz zu den vorigen Ritualen werden bei diesem Ritual nicht nur die Eltern und die Trauzeugen involviert. Alle Gäste an der Zeremonie bekommen hier die Möglichkeit ihren 'Segen' über die Ringe auszusprechen. Hierfür wird ein Faden von hinten nach vorne zwischen allen Gästen geführt. Die beiden Ringe werden dann von einem Gast zum nächsten weitergeleitet bis Sie vorne ankommen und dem Zeremoniar übergeben werden. Während des Weiterleitens hält jeder Gast die Ringe einen Augenblick fest und spricht (in Gedanken) einen guten Wunsch aus, bevor die Ringe weitergeleitet werden. Noch schöner wird dieses Ritual wenn während des Weiterleitens Musik gespielt oder gesungen wird. Vielleicht sogar vom Zeremonienleiter selber!

 

Das Wein Ritual

 

Wein Ritual

Beim Wein Ritual wird während der Zeremonie, meistens direkt nach dem Ringtausch, eine Flasche Wein in eine Kiste gelegt und versiegelt. Der Flasche werden zwei Liebesbriefe beigelegt, verfasst von den Eheleuten. Die Idee ist die Kiste im Haus zu bewahren und dann zu einem festgelegten Zeitpunkt zu öffnen. Vielleicht nach 10 Jahren, nach der Geburt des ersten Kindes, oder vielleicht sogar erst in 25 Jahren. Wichtig ist es einen Wein zu wählen der gut altert!

 

Schreiben Sie einen Liebesbrief!

 

Liebesbriefe

Dieses Ritual ist ähnlich wie das Weinritual, nur ohne Wein. Besser für Paare die lieber Bier trinken. Oder Cuba Libre!

 

Komm hol das Lasso raus!

 

Lasso Zeremonie

Ein Ritual das seinen Ursprung im 14. Jahrhundert bei den Azteken fand. Dieses Ritual ist auch heute noch sehr beliebt bei Philippinischen und Spanische Familien. Am Anfang der Zeremonie wird beim Ehepaar ein Lasso um die Schultern gelegt . Das Seil wird in form einer 8 gelegt. Das Symbol der Unendlichkeit.

Das Seil bleibt für die gesamte Dauer der Zeremonie umgelegt. Oft ist das Seil aus verschiedenen kleineren Seilen zusammengestellt die von Kleidungsteilen der Eheleute und Ihren Familien stammen. Somit sind die Seile oft sehr bunt.

 

So groß braucht der Stein nicht zu sein!

 

Eidstein Ritual

Dieses keltische Ritual ist besonders leicht umzusetzen, hat aber eine sehr starke Symbolkraft. Während Sie sich das Eheversprechen oder Ja-Wort gebt, legen Sie beide Ihre Hände auf einen großen Stein. So „meißeln“ Sie Ihre Worte für ewig in Stein. Der Stein kann nach Wunsche auch eingraviert werden mit einem Spruch, oder sogar mit Familienwappen falls vorhanden. Nach der Hochzeit  kann man den Stein dann im Garten oder sogar im Haus einen prominenten Platz zuteilen. Die Stärke und die Langlebigkeit eines Steines stehen für die Kraft und Dauer einer guten Ehe.

 

Die anmutige Schönheit der Rosen!

 

Rosen Ritual

Dieses einfache aber sehr bedeutungsreiche und schöne Ritual ist auch besonders leicht umzusetzen. Nach dem Ringtausch schenkt sich das Paar gegenseitig eine Rose. Die Rose steht als Symbol für das erste Geschenk das man einander als Ehepaar gibt. Die Rosen können dann getrocknet und aufbewahrt werden.

 

Schmetterlinge als Symbol der sanften Liebe!

 

Schmetterlinge freilassen

Ein Ritual das, zu Unrecht, etwas umstritten ist. Das Freilassen von Schmetterlinge ist ein schönes und poetisches Ritual. Natürlich kann dieses Ritual nur stattfinden wenn die Witterung es erlaubt. Die Schmetterlinge, die man für diesen Zweck züchtet, leben nach der Zeremonie den Rest ihre Lebens in Freiheit. Meistens werden die Schmetterlinge gleich am Ende der Zeremonie freigelassen. Die Freiheit der Schmetterlinge symbolisiert die Freiheit der Individuen in der Ehe und deren sanfte Flügel symbolisieren einen sanften Umgang zwischen den Eheleuten.


3.

Lustige Hochzeitsbräuche

Wie jeder der schon mal an einer Hochzeit dabei war bestätigen kann, gibt es viele lustige Bräuche und Sitten rundum die Hochzeit. In diesem Blogeintrag findet ihr eine Auflistung von verschiedenen Hochzeitsbräuchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich hoffe es macht euch Spass etwas über diese, oft bizarren, Bräuche zu erfahren. Fangen wir mal ganz oben in Deutschland an.

 

Kranzbinden

Kranzbinden war eine bestimmte Form der Hochzeits-Vorfeier, die es in Verbindung mit einem besonderen „Festspiel“ nur in Bremen gab und die heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Dieser bremische Hochzeitsbrauch begann etwa Anfang des 19. Jahrhunderts und hielt sich bis in die Jahre nach dem ersten Weltkrieg, wobei das Kranzbinden immer auf das wohlhabende Bürgertum Bremens beschränkt blieb und dort den Polterabend ersetzte. Wenige Tage vor der Hochzeit veranstaltete die beste Freundin der Braut bei sich zu Hause ein Fest und lud dazu die Braut und deren Freundinnen sowie den Bräutigam mit seinen Freunden ein. Zunächst kamen die jungen Frauen zusammen und banden den Brautkranz, der der Braut sogleich aufgesetzt wurde, sowie einen kleineren Myrtenkranz. Danach kamen die jungen Männer hinzu und es wurde ausgelost, wer von den noch ledigen Kranzflechterinnen „als nächste heiraten würde“. Die Verlosung erfolgte im Rahmen eines szenischen Festspiels nach einem eigens verfassten Stück, die Mitwirkenden waren meist aufwendig kostümiert. Die ausgeloste „Vizebraut“ oder „Myrtenbraut“ wurde dann mit dem kleineren Kranz geschmückt. Nach einem Abendessen gab es zum Abschluss einen Ball.

Verwandte Bräuche gab es auch in anderen Regionen in Deutschland; so sind einfacher gehaltene „Kranzbinden“-Bräuche aus Südthüringen und Niederbayern bekannt, während in einigen Gegenden in Niedersachsen zwischen Polterabend und Hochzeitstag ein sogenannter „Kranzbindetag“ bekannt war. Vereinzelt ist das Kranzbinden heute noch anzutreffen.

 

Kranzbinden - November 1895, Bremen

 

Kränzen

In Ostfriesland, dem Saterland, dem Münsterland und Teilen des Emslands ist es üblich, dass die Nachbarn, und in jüngerer Zeit auch Freunde und Familie, einige Tage vor der Hochzeit einen aus Tannenzweigen geformten Kranz anfertigen und ihn am Vorabend der Hochzeit über der Hauseingangstür des Brautpaares anbringen. Dabei wird dieser von den männlichen Nachbarn gebunden. Die weiblichen Mitglieder haben die Aufgabe, weiße und rote Rosen und Schleifen aus Papier anzufertigen. Während der Bogen gebunden wird und die Rosen hergestellt werden, wird dem Brautpaar eine leere Flasche mit einem vertrockneten Tannenzweig übergeben, um für die Bogenbinder Getränke einzufordern. Dieser Aufforderung kommt das Brautpaar bereitwillig nach. Das Anbringen des Kranzes am Vorabend der Hochzeit ist Aufgabe der männlichen Nachbarn. Anschließend wird der Bogen von den weiblichen Nachbarinnen mit den Schleifen und Rosen dekoriert. Die traditionelle Aufteilung der Aufgaben zwischen Männern und Frauen wird in der jüngeren Zeit jedoch toleranter gehandhabt. Während des Aufsetzens des Bogens muss das Brautpaar im Haus bleiben. Es wird zur Abnahme des Bogens aus dem Haus gebeten. Der Abend endet mit einem fröhlichen Umtrunk aller Beteiligten.

 

2 Tage vor der Hochzeit - Kränzen!

 

Hose verbrennen

Im Münsterland wird bei einem Junggesellenabschied/Polterabend die Hose des zukünftigen Bräutigams verbrannt, als Symbol, dass der Junggeselle nun die Hosen nicht mehr an hat. Die Hose wird in einem vom Junggesellen gegrabenen Loch verbrannt. Dabei trinken die Begleiter traditionell ein Gläschen Korn um das Ritual zu begießen. Die Flasche wird zusammen mit der Hose vergraben und ca. ein Jahr später mit allen Teilnehmern wieder ausgegraben. Um das Glück des Brautpaares zu erhalten, muss danach die Flasche Korn leer getrunken werden.

 

 

Häckselstreuen

Die Freunde/Verwandten – meist nur die Jüngeren – reisen von der Wohn-/Elternanschrift der Braut zur Wohn-/Elternanschrift des Mannes, wobei eine Spur gelegt wird, die diese beiden Orte miteinander verbindet. Der Weg führt vorbei an (fast) allen Anschriften der unverheirateten, ehemaligen Partner(-innen) von Braut und Bräutigam. Bei den Verflossenen wird solange Häcksel (Stroh) gestreut, bis sich der Betroffene durch Herausgabe von Bier und Schluck erkenntlich zeigt. Die Fahrt findet in der Regel ohne das Paar statt, endet aber bei ihm. Mit dem restlichen Stroh wird (im Rahmen der Möglichkeiten) das Haus und der Garten des Paares eingedeckt, anschließend gegrillt, gefeiert und getrunken oder ein Lagerfeuer entzündet, je nach Örtlichkeit. Dies geschieht dann auch mit dem Paar, bei dem Paar. Der Start- und Zielort sind so änderbar, dass es eine schöne Reise und einen netten Abend im Grünen ergibt, z. B. auf dem elterlichen Hof. Benötigt werden ein Traktor, Anhänger, Stroh, Musik, Getränke und das Wissen der Freunde, mit wem das Paar fest zusammen war. Die Ehemaligen werden vorher natürlich informiert, damit sie auch da sind und da sie auch Getränke vorhalten müssen und eventuell, je nachdem wie das Verhältnis ist, sind sie ja auch später noch gern gesehen.

 

Auf einem Traktor mit Anhänger geht die Party so richtig ab!

 

Der Brauch ist in Kritik geraten, nachdem es vereinzelte Unfälle gab, bei denen Personen während der Fahrt vom Anhänger fielen oder es zu starken Verschmutzungen der öffentlichen Straßen gekommen ist.

Da in der heutigen Zeit der großen Mobilität die Wohnorte der Braut und des Bräutigams oft weit auseinander liegen, hat sich der Brauch nur dort halten können, wo die logistischen Voraussetzungen noch zu finden waren, meist bei Paaren mit Bezug zu landwirtschaftlichen Betrieben.

Ähnlich dazu ist der „Maistrich“ zwischen zwei Verliebten. Er wird in der Nacht zum 1. Mai von Freunden mit Kreide gezogen, und zwar der gesamte Weg vom Haus ihrer Eltern zum Haus seiner Eltern (bzw. vom eigenen Haus); wird vorrangig bei Paaren gemacht, die noch nicht öffentlich bzw. noch nicht sehr lange als Paar gelten.

 

Irgendwo muss ja das Häcksel herkommen!

 

Sägen 

In einigen Regionen der Schweiz wird nach der Trauung ein auf einem Sägebock liegender Holzstamm gemeinsam von Braut und Bräutigam zersägt. Man verwendet dafür eine Schrotsäge, bei der es darauf ankommt, stets abwechselnd zu ziehen, damit sie sich nicht verklemmt. Dieser Brauch steht für die gemeinsame, gleichberechtigte Arbeit, die das Brautpaar in ihrer Ehe versuchen möchte. Er symbolisiert die notwendige Balance von Reden und Hören, von Aktivsein und Seinlassen und die notwendige Aufmerksamkeit für die jeweiligen Bedürfnisse des Partners.

 

Baumstamm sägen zur Feier des Tages!

 

Letsch

Früher verlas der Pfarrer an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen die drei vorgeschriebenen Aufrufe zur Eheverkündigung im Hochamt von der Kanzel. Im Anschluss an den ersten Aufruf – die Letsch – kamen die Freunde und Bekannten der Brautleute im Elternhaus der Braut zu einem Umtrunk zusammen. Eine echte Letsch findet daher an einem Sonntag statt, meist drei Wochen vor der Trauung. Der Umtrunk beginnt gegen Mittag und dauert oft bis tief in die Nacht. Zur Letsch wird nicht förmlich eingeladen – wer kommen mag, der kommt. Heute ähnelt die Letsch häufig einem Polterabend, der auf das Poltern verzichtet.

 

Die Letsch

 

Polterabend

Der Polterabend ist ein sehr alter Brauch, der vermutlich noch aus vorchristlichen Zeiten stammt. Durch das Zerschlagen von Steingut und Porzellan sollen böse Geister vertrieben werden. Keinesfalls darf Glas zerschlagen werden, da es als Unglückssymbol gilt. Die Scherben müssen vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Traditionell findet der Polterabend am Tag vor der Trauung statt.

 

Polterabend, Stag Night, Hen Night? Hauptsache es wird gefeiert!

 

Brautentführung

Meist sind es die guten Freunde, die die Braut entführen. Dabei ziehen die Entführer mit der Braut von Kneipe zu Kneipe, wobei der Brautführer oder der Bräutigam jedes Mal die Zeche zahlen soll. Heute wird es meist toleranter gehandhabt. Die Entführer gehen an einen bestimmten Ort, z. B. ein öffentliches Gebäude, und hinterlassen ein paar Hinweise, um die Suche zu erleichtern. Das Auslösen kann mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden sein, beispielsweise einer künstlerischen Darbietung, Abwaschen für die nächsten Wochen oder Ähnlichem.

In Österreich und Bayern ist es heute (vorzugsweise bei Bauernhochzeiten) üblich, vor der Auslösung der Braut zu singen.

In Niederösterreich ist es üblich in das nächste Café, Wirtshaus oder ähnliches zu gehen – die Maskleute und die Braut – und dort zu trinken, zu singen und zu warten bis der Bräutigam kommt. In den meisten Gegenden soll der Brautführer, manchmal der Bräutigam oder der Brautvater (eher selten die Trauzeugen) die Zeche der Entführer bezahlen. 

Dieser Brauch geht zurück auf das vermeintliche Recht der ersten Nacht im Mittelalter. Einem Mythos zufolge hatten der Klerus und der Adel im Mittelalter das Recht, ihre weiblichen Untergebenen in der Hochzeitsnacht zu entjungfern. Damals sollen die Bräute von den Vasallen der Obrigkeit aus den Hochzeiten abgeholt worden sein (entführt). Die Geschichtswissenschaft sieht in diesem Recht eher eine literarische Fiktion.

 

Brautentführung!

 

Brautschuh

Früher war es Brauch, dass die Braut ihre Brautschuhe von gesparten Pfennigen bezahlte. Heute wird dieser Brauch mit Euro-Cents fortgeführt. Dadurch soll die Sparsamkeit der Braut symbolisiert werden. Während der Hochzeitsfeier gibt es den Brauch der Brautschuhversteigerung. Der Braut wird ihr Schuh „entwendet“. Anschließend wird der Schuh unter den Hochzeitsgästen symbolisch versteigert. Dabei legen die Gäste ihre Gebote in den Brautschuh. Zum Schluss ersteigert der Bräutigam den Schuh samt den bis dahin eingeworfenen Beträgen. Das Geld bleibt beim Brautpaar. Der Bräutigam gibt den Schuh an seine Braut zurück.

 

Brautschuhversteigerung - Lasst Cinderella nicht entwischen!

 

Brautstrauß

Traditionell ist es die Aufgabe des Bräutigams, den Brautstrauß zu besorgen. Diesen überreicht er dann vor oder in der Kirche seiner Braut. Zum Ende der Feier existiert der Brauch des Brautstraußwerfens. Es versammeln sich alle unverheirateten Frauen hinter der Braut. Den Brautstrauß zu fangen gilt in Mitteleuropa und in Amerika als Omen für eine baldige Hochzeit.

Blumenschmuck zur Hochzeit gab es durch alle Zeiten. Der Brautstrauß, wie er heute noch Verwendung findet, taucht das erste Mal in der Renaissance auf und diente einem sehr praktischen Sinn. Durch die damals übliche vernachlässigte Körperhygiene und den oftmals exzessiven Einsatz von Weihrauch verbreitete sich während einer Hochzeit in der Kirche schlechte Luft. Die Brautsträuße der Renaissance waren reine Duftsträuße, die durch ihren intensiven Geruch die Braut vor Ohnmachtsanfällen während der Trauung bewahren sollten.

Ist die Braut Jungfrau, bestehen Strauß und Kranz aus Myrte; bei der zweiten Hochzeit werden traditionell dafür Orangenblüten verwendet.


 

Autokorso und Hochzeitsauto oder Hochzeitskutsche 

Häufig wird auf den Fahrten nach der Hochzeit das Brautpaar von einem Autokorso begleitet. Dabei hupen die begleitenden Autos, was in Deutschland laut Paragraf 16 der StVO eine Ordnungswidrigkeit darstellt, oder dem Auto, in dem das Brautpaar sitzt, werden Blechdosen angebunden, die beim Fahren laut scheppern, was ebenfalls verboten ist. In manchen Gegenden ist es auch üblich, den Autokorso auf dem Weg von der Trauung zur Feier anzuhalten und Wegezoll zu verlangen. Dieser Zoll (in Norddeutschland Schatten genannt) wird üblicherweise mit Schnaps oder anderen hochprozentigen Alkoholika beglichen, die an die am Weg Stehenden ausgegeben und mit den Brautleuten gemeinsam getrunken werden, bevor diese die Fahrt fortsetzen können.

In Altbayern machen dies die Kinder des Dorfes oder die Ministranten bei der Hochzeit. Hierbei wird von jedem Hochzeitsgast etwas Geld hergegeben.

In neuerer Zeit verbreitet sich der Brauch für die Brautleute ein besonderes Auto zu verwenden, etwa einen Sportwagen, eine luxuriöse Limousine oder einen Oldtimer. Oft werden diese Wagen mit Blumen oder Schleifen besonders geschmückt.

Paare, die eine besonders romantische Hochzeit feiern wollen, entscheiden sich auf dem Weg zur freien Trauung nicht selten für eine Fahrt in einer festlich geschmückten Hochzeitskutsche. Je nach Jahreszeit und Witterung wird eine offene oder geschlossene Kutsche gewählt. In schneesicheren Gebieten der Schweiz kommt teilweise auch ein festlich geschmückter Pferdeschlitten zum Einsatz.

 

 

Reis

Oft wird das Brautpaar, nach der freien Trauung, mit Reis beworfen. Dies steht für den Wunsch nach einer fruchtbaren und kinderreichen Ehe.

Durch den weit verbreiteten Glauben, dass ungekochter Reis im Magen von Vögeln, die die Körner anschließend aufpicken, aufquelle, wird der Reis heute oft durch helles Vogelfutter oder Getreide einer anderen Gattung ersetzt. Dieser Gedanke hat sich aber bereits als falsch erwiesen. Früher verwendete man Graupen, Erbsen aber auch Nüsse und Wacholder. In Volksliedern gibt es zahlreiche Anspielungen bezüglich Nüssen und Fruchtbarkeit. 

Auch aus moralischen und solidarischen Gründen in Bezug auf den Hunger in der Welt wird gelegentlich auf das Werfen dieser Lebensmittel verzichtet. Am Eingang einiger Kirchen und Standesämter stehen hierzu auch Hinweisschilder.

Einige Hochzeitsgesellschaften entscheiden sich daher allen Gästen beim Verlassen der freien Zeremonie kleine Seifenblasen-Fläschchen zu überreichen. Die Gäste pusten Seifenblasen, während das Brautpaar die Zeremonie verlässt. Auf diese Art kann das Brautpaar umweltbewusst und dekorativ begrüßt werden. Die Seifenblasen werden dabei als Symbol für die Träume und Wünsche des Brautpaars gesehen, die in Erfüllung gehen sollen. Manchmal lässt man auch mit Helium gefüllte Luftballons (oft in Herzform) steigen, die mit dem Namen und der Anschrift des Brautpaars versehen sind. Die Finder der Luftballons können dann dem Paar Glückwünsche schicken.

 

Der Reisbrauch kommt aus dem asiatischen Raum.

 

Streiche

In der Schweiz ist es auch Brauch, dem Brautpaar einen Streich in dessen Wohnung zu spielen. Gegenstände der Wohnung werden versteckt oder umgeräumt. Zum Beispiel Konservendosen ins Badezimmer, Bücher vom Wohnzimmer in andere Räume. 

Einfrieren des Schlafzimmerschlüssels. Der „Weg“ von der verschlossenen Schlafzimmertür bis zur Gefriertruhe wird mit Aufgaben versehen, die zuerst zu lösen sind.

Verstecken von mitgebrachten Weckern, die auf nächtliche Uhrzeiten voreingestellt sind.

Hartkochen von Eiern im Kühlschrank, Vertauschen von Salz und Zucker.

Mit Wasser gefüllte Pappbecher versperren den Zugang zur Wohnung.

Herausdrehen aller Lampen und Sicherungen

Schlafzimmer präparieren zum Beispiel mit Luftballons füllen, mit Kronenkorken oder Flaschendeckeln das Bett sowie den Boden verzieren.

Inserat in die Lokalzeitung setzen, man habe etwas günstig abzugeben, so dass das      verkaterte Ehepaar frühmorgens von Schnäppchenjägern wach geklingelt wird.

 

10.000 Flaschen in der Wohnung!!!

 

Maschkern

Dieser Brauch ist in Teilen Österreichs und Bayerns weit verbreitet.

Der Begriff „Maschkern“ (auch Maskern oder Maschgern) kommt vermutlich von Maskerade (sich verkleiden).

Jugendliche aus dem Heimatdorf oder Freunde aus Vereinen treten verkleidet bzw. in Masken vor die Hochzeitsgesellschaft und erzählen lustige Geschichten aus dem Leben des Bräutigams bzw. der Braut. Als Erzähler wirkt ein Harlekin (in Österreich: Kasperl). Alle Handlungen werden von den Personen in Masken nachgestellt. Eine wichtige Person ist zum Beispiel „Die alte Liebe“, die zum Abschluss der Handlung ein letztes Mal versucht, dem Angebeteten von der Heirat abzuraten und ihm zu empfehlen, lieber sie zum Traualtar zu führen. Für die kleine Aufführung erhalten die Darsteller vom Brautpaar als Anerkennung eine Mahlzeit.

Speziell in einigen Teilen Niederösterreichs versteht man unter „auf die Mask gehen“ das Hineinstürmen der „Maskleute“ (Personen aus Vereinen, Bekannte, also solche mit guten Kontakten, die aber nicht auf die Tafel geladen wurden), wenn an der Tafel gegessen wurde. Die Musik spielt dann drei Tänze, zu denen die Maskleute Hochzeitsgäste und auch Braut und Bräutigam zum Tanz auffordern, bei dem sie aber auch noch darauf achten, nicht erkannt zu werden. Anschließend wird die Braut „entführt“ und die Masken dürfen abgenommen werden. Nach der Brautentführung bleiben die Maskleute auf der Hochzeit.

 

Maschkern

 

Wecken

In einigen Gegenden ist es auch Brauch, dass der Bräutigam von seinen Geschwistern, Freunden, Kollegen, Vereinskameraden usw. aufgeweckt wird. Dies geschieht dann meist mit Geschossen oder Musik. Mittlerweile ist dies auch bei der Braut üblich und wird auch nicht mehr nach Geschlechtern getrennt. Nach dem Wecken werden die Beteiligten zum gemeinsamen Frühstück eingeladen. Im Rupertiwinkel und im Berchtesgardener Land werden Braut und Bräutigam durch Schießen geweckt. Dabei treffen sich die Junggesellen des Dorfes vor dem Haus der Braut/des Bräutigams und schießen mit Böllerkanonen (falls vorhanden) oder mit Luftballonen, die meist mit einem Gemisch aus Acetylen und Sauerstoff gefüllt sind, und mit brennenden Lumpen, die an einer langen Stange befestigt sind, zur Explosion gebracht werden. Da diese Art zu "Schießen" erhebliche Gefahren birgt, und auch schon schwere Unfälle verursacht hat, gerät der Brauch immer mehr in die Kritik, und dadurch in vielen Ortschaften mehr und mehr in Vergessenheit. Außerdem kann es aufgrund der Uhrzeit (meist zwischen vier und fünf Uhr morgens) zu strafrechtlichen Konsequenzen wegen Nachtruhestörung der Nachbarschaft kommen.

 

Böllern zur Hochzeit!

 

Schleiertanz

Bei diesem alten germanischen Brauch, der prinzipiell um Mitternacht stattfindet, wird der Schleier der Braut beim Tanz geraubt und in viele Stücke gerissen. Diese werden dann an die Brautjungfern und weiblichen Hochzeitsgäste verteilt, die vom Segen des Brautpaares profitieren sollen. 

Der Schleiertanz wird in einigen Gegenden auch abgewandelt zelebriert. Der Schleier wird über dem Brautpaar gespannt und das Brautpaar tanzt; wer nun mit einem der beiden tanzen möchte, muss Geld in den Schleier werfen, und kann somit den Tanzpartner sofort abklatschen. Bei diesem Brauch kann somit noch ein wenig Geld für das Brautpaar gesammelt werden.

 

 

Kindsbaum

Vor allem in südbayerischen Raum ist es üblich, zur Hochzeit einen sogenannten Kindsbaum aufzustellen. Es handelt sich hierbei um einen 5 bis 10 m langen, weiß-blau bemalten Stamm, an dessen Ästen diverse Baby-Sachen aufgehängt werden (Windeln, Schnuller, Flasche etc.). In der Regel ist an der Spitze des Kindsbaums ein Storch montiert. Zudem befindet sich am unteren Ende des Baumes in Augenhöhe eine Tafel mit einem Gedicht, in dem das frisch vermählte Ehepaar an seine Pflicht erinnert wird, innerhalb eines Jahres Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Gleich, ob sich Nachwuchs einstellt oder nicht, nach einem Jahr ist auf jeden Fall eine Brotzeit fällig, die nicht von den Kindsbaumaufstellern, sondern von dem Paar auszurichten ist.

 

 

Hochzeitsbaum

In vielen Städten und Gemeinden gibt es die Gelegenheit für Brautpaare, einen Baum auf einer bestimmten Fläche, meist Hochzeitswald genannt, zu pflanzen.

 

Hochzeitsbaum

 

Hahn holen

Das „Hahn holen“ ist ein im Münsterlan/Elmsland verbreiteter Hochzeitsbrauch – am Tag nach der Hochzeit treffen sich die Hochzeitsgäste und die Helfer der Hochzeit bei den Eltern der Braut zum „Hahn holen“. An diesem Tag gab es ursprünglich die Reste vom Vorabend zu essen. Dieses wird mittlerweile oft durch Suppen, Imbisswagen o. ä. ersetzt. Haben Gäste es geschafft, den Brautbesen auf der Hochzeit zu stehlen, kann dieser am Tag des Hahn holens wieder eingelöst werden (die Nachbarn müssen dafür zahlen, weil sie nicht richtig auf den Besen aufgepasst haben).

 

Hahn Holen

 

Tampen schneiden

Heiratet ein Marinesoldat in Uniform, so bildet die Besatzung seines Schiffes vor der Kirche oder dem Standesamt ein Spalier mit besonders verzierten Kutterriemen, den „Hochzeitsriemen“. Beim Durchschreiten des Spaliers erhält das Brautpaar die Ehrenerweisung ''Seite''. Am Ende dieses Spaliers erwartet das Brautpaar der Kommandant und der ''Hochzeitstampen''. Dieser ist aus einer starken Festmacher-Leine gefertigt, mit dünnerem Tauwerk umknotet und eventuell mit Draht verstärkt. Während der Bräutigam von der Besatzung die geeigneten Werkzeuge ersteigert und den Tampen durchschneidet, weist der Kommandant die Braut bei einem Glas Sekt in die Pflichten einer Marinefrau ein. Das Spalierstehen ist übrigens in der ganzen Schweiz eine sehr beliebte Tradition!

 

Spalier stehen - Marine

 

Fazit: wie Sie sehen liebe Brautpaare, Trauzeugen, Tätschmeister und Tafelmajore: es gibt viele, sehr viele, lustige und schöne Bräuche die man rundum die Hochzeit integrieren kann. Vielleicht habt ihr hier einige Ideen bekommen. Und vielleicht, ja vielleicht, sehen wir uns an der nächsten freien Trauung. Ich trinke dann gerne ein Gläschen Prosecco während ich dem Sägen zuschaue!

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